La Gomera - Der Valle-Bote: Auf Gomera geliebt - in der Welt beachtet

La Gomera - Der Valle Bote

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Redaktionell


Don´t stop the Carnival

Der Valle Bote
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Eigentlich ist Organisation ja voll für den Dingens. Ist was für Ottos, die sich in der Kalten Heimat langweilen und nichts Besseres zu tun haben, als ständig irgendwas zu „organisieren“. Zum Beispiel Festivals. Da hocken sie dann bereits ein Jahr, bevor ihr Festival losgehen soll, beieinander und „organisieren“. Auf unserer lustigen Bananeninsel ist das natürlich anders. Hier hat kein Mensch Bock auf so was. Vor allem dann nicht, wenn kein Geld da ist, über dessen sinnvolle Verwendung man sich Gedanken machen kann. Die Gemeindekasse ist leer, Spanien ist pleite, und Brüssel kämpft mit der Finanzkrise. [mehr]


Nachrichten aus der Heimat
Kaum hat das neue Jahr begonnen, da bricht schon wieder eine neue Katastrophe über das Land, das einmal auch unsere Heimat war, herein: Sylvie und Rafael van der Vaart haben sich getrennt! Meterhohe Schlagzeilen auf der Titelseite von BILD. Verzweifelte Kommentare überall im Fernsehen. Mein Gott! Was soll nun aus der Kalten Heimat werden? Sie lieben sich doch immer noch! Aber die Trennung ist endgültig. Ob sich nun der Bohlen eine neue TV-Tussi suchen muss? Ob der HSV absteigt? Die Nation rätselt und zittert. Dabei hat sie sich doch gerade erst von der letzten Katastrophe, dem Unfalltod des armen Pudels in “Wetten dass?” (siehe Valle-Bote Nr. 78) erholt. [mehr]

Ausgabe Nr. 78
Der Inselkoller

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Wenn die kanarische Sonne allzu lange auf eingewanderte Teutonenbirnen herniederbrennt, dann fangen diese eines Tages an, irgendwie ganz merkwürdig zu ticken. Die einen nennen es dann den „Schuss“, die anderen eine „Vollmeise“, wieder andere reden von „offener Therapie“, die sich in Residentenkreisen angeblich allenthalben einer gro-ßen Beliebtheit erfreut. Fest jedenfalls scheint zu stehen, dass der Deutsch-Gomerianer als solcher nur dann auf der Insel über einen längeren Zeitraum hinweg fröhlich und sorgenfrei überleben kann, wenn er sich rechtzeitig solch eine gewaltige Macke zulegt. Nur so fällt er in der Gemeinschaft der Beknackten nicht unangenehm auf. „Normal“ auf Gomera geht nun mal auf Dauer einfach nicht. Allenfalls „voll normal“, was aber eine Diskriminierung ist, die relativ kurz vor “Vollpfosten” kommt. Und dennoch befällt auch den aus-reichend behämmerten Residenten bzw die geistig zurückgebildete Residentin immer wieder eine merkwürdige Krankheit, die ihm bzw ihr das sorgenfreie Dasein im Bananenparadies verleidet: Der Inselkoller. [mehr]


Swami Ramaduri sagt:
Nicht alles was braun ist, ist auch Schokolade

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„Am Anfang jeglichen Beginnens steht der erste Schritt. Erwäge ihn wohl, Sterblicher, denn es ist besser nichts zu tun, als mit vieler Mühe nichts zu schaffen. Der weise Mann bleibt ohne Tun und dennoch bleibt nichts ungetan. Sehet die Emsigen, die Fleißigen, die Gierigen, die Rastlosen, die Strebenden und Suchenden, die Jagenden und Kämpfenden. Wie müßig ist doch all ihr Treiben, wie sinnlos all ihr Tun…“ [mehr]


Quotenfrau Eva-Maria Hurrlemann-Spiegelberg zum Thema „Kindersteuer“:
Ich huste Euch was
Ein Leben ohne Kinder ist wie ein Firmament ohne Sterne“, sagte meine Oma immer. Ich argwöhne, dass sie mit solchen Sprüchen nur sicherstellen wollte, dass da stets genügend Enkel und Urenkel im “Seniorenheim zum dünnen Süppchen” um ihren Geburtstagskuchen herum saßen und “Happy Birthday to you” quäkten. Omas finden so etwas ganz toll, auch wenn sich den Rest des Jahres kein Schwein bei ihnen blicken lässt. Sterne am Firmament des Lebens - nachts um drei kommen sie mit vollgeschissenen Windeln raus und dann kriegen sie den Rest der Nacht Zähne, die Sterne. 20 Jahre lang versauen sie Dir Dein Leben, während sich der Erzeuger dieses Urknalls längst in die Büsche geschlagen hat. Und wenn Du Pech hast, dann binden sie Dir später auch noch einen unehelichen Enkel auf den Bauch, weil sie ja leider arbeiten müssen und für so was ja Omas eigentlich auch da sind. Firmament voller Sterne - wer denkt sich eigentlich solchen Blödsinn aus? [mehr]

Über die Gefahren des Passiv-Saufens
Wie jeder vernünftige, gesundheitsbewusste Mensch, so begrüße auch ich das allgemeine Rauchverbot in unseren Kneipen. Ich habe nichts dagegen, dass sich Nikotinsüchtige Lungenkrebs an den Balg qualmen. Das ist schließlich deren Problem. Aber dass diese Stinkstiefel nun auch mir durch aufgezwungenes Passiv-Rauchen die Gesundheit ruinieren, das sehe ich nicht ein. Und dass der Schmidt, der alte Quarzer, auch noch öffentlich allen Talkrunden und Quiz-Shows die Bude vollqualmt, ist bei Gott unverantwortlich. Weiß man denn, ob seine tödlichen Krebserzeuger nicht auch durch die Röhre meines heimischen Fernsehers kriechen können? [mehr]

Valle-Luna-Festival
Null Bock auf Polka

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Was sollen wir? Endlich alle mal erwachsen werden? Vernünftig? Ihr habt doch wohl nicht alle Knicker im Beutel! Schaut Euch doch bloß mal an, was alle die Erwachsenen und “Vernünftigen” aus unserer Welt machen. Da bleiben wir hier doch lieber durchgeknallt und passen schön auf, dass aus unserer lustigen Insel der Beknackten nicht eines Tages genau so eine angepasste, kaputte All-Inclusive-Touristenfalle wird, wie man sie ja zur Genüge von anderen Inseln her kennt. Wir wehren uns - wenn auch vielleicht vergeblich - gegen die allgemeine globale Verlieselung und Mallorcanisierung. Noch ist Gomera nämlich nicht verloren! [mehr]


Schau mir in die Augen, Kleines

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Auf Gomera, ist vieles immer noch besser und Gott sei Dank fast alles immer noch ganz anders. Keine Bettenburgen. Kein Massentourismus. Kein Ballermann. Kein All-Inclusive. Kein grenzdebiler Animateur geht Dir bei uns auf den Zünder und kein Keiler schleppt Dich in den Teppichbasar. Dass Dir kein halb verhungerter Fellache den Koffer ins Appartement wuchtet solltest Du als Kollateralschaden tolerieren. Monsieur Strauss-Kahn aber kriegt statt Blasmusik von unseren Zimmermädchen höchstens was auf die Glocke. [mehr]


Eine Reise mit der transsibirischen Eisenbahn
Vom Valle nach Wladiwostok
Manchmal reißt es den klimaflüchtigen Neugomerianer unter seiner Palme. Dann gehen ihm Sonne, Meer und Ewiger Frühling ganz unheimlich auf den Zünder. Dann will er endlich mal wieder Schnee sehen. Und zugefrorene Tropfnasen unter dicken Pelzmützen. Was macht er dann? Er steigt in Moskau am Jaroslawer Bahnhof in die transsibirische Eisenbahn und geht auf die große Reise. [mehr]

Herbert Moser
Man nennt ihn „die Bürste“
Der Schweizer Literaturnobelpreisträgeraspirant und weltbekannte Wahlgomerianer, Duzfreund des Dalai Lama, Kumpel von George Clooney und Gelegenheitsbeschäler von Julia Roberts, Herbert „Die Bürste“ Moser (HM), schreibt in seiner zurückhaltenden, bekanntbescheidenen Art nachfolgend die „beste Geschichte der Welt“ exklusiv für das international renommierte Literatur-Magazin „Der Valle-Bote“. [mehr]

Tussi goes Hollywood

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Wenn sich die Mädchen früher Blumen ins Haar steckten um nach Gomera oder San Francisco zu reisen, dann taten sie das, weil sie Love & Peace suchten. “Be Sure to Wear Flowers in Your Hair” dichtete Scott McKenzie 1967 auf dem Höhepunkt der Hippie-Bewegung. Die “Blumenkinder” von heute suchen etwas ganz anderes. Die sind zurück in der geldgeilen Zukunft. Denen gehen inzwischen Love & Peace voll am Dingens vorbei. Die brezeln sich auf um die ganz große Karriere in Hollywood zu suchen. Die wollen stinkend reich und berühmt werden. Die hauen sich ein paar Kilo Feinputz auf die Backen, rütteln an Hugh Hefners eisernem Gartentor, schieben ihre frisch aufgepumpten Silikon-Klötze durchs Gitter und wollen ein einziges Mal nackig in den “Playboy”, damit die ganze Welt grenzdebiler Lustlümmel sie wenigstens ein einziges Mal in ihrer ganzen ausklappbaren Fülle bewundern kann. [mehr]


Winterschlussverkauf auf Gomera
Kapaiken jetzt bis zu 50% billiger

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Es wird jetzt langsam wieder Frühling in der Kalten Heimat. Und schon blickt der Gomera-Kapaike sorgenvoll auf den drohenden Sommer. Dann nämlich kann der gestopfte Alemanote seinen bleichen Dingens auch auf Rügen oder Fehmarn in die Dünen recken. Braucht er nicht mehr umständlich nach Gomera zu reisen um endlich mal wieder die Sonne zu sehen. Und wer schmeißt dem hungernden Sonnenuntergangstrommler an der Playa dann noch was anderes in den Hut als Knöpfe oder ausgelutschte Kaugummis? Während auf Kö und Kudamm wieder smarte Investmentlümmel die Krawatten lockern, brechen harte Zeiten an für all jene, die auf Gomera übersommern müssen und nicht das Glück hatten, während des Winters von einer knackigen Fabrikantenwitwe längerfristig adoptiert zu werden. [mehr]


Der Otto als solcher
Immer wieder müssen wir feststellen, dass unsere Leser den Begriff „Otto“ total missverstehen. Nein! Ein „Otto“ ist keinesfalls die verunglimpfende Bezeichnung für einen „Pauschi“ - einen Pauschalreisenden, einen Menschen, den sie bei Tchibo oder ALDI für eine billige Urlaubsreise nach Gomera gekeilt haben. Sicherlich gibt es in dieser Gruppe von Mitmenschen reichlich „Ottos“, aber nun alle über einen Kamm zu scheren wäre unredlich und des Valle-Boten unwürdig. Es gibt auch unter diesen Inselbesuchern eine ganze Reihe sehr netter Menschen. Auch die oft fälschlich vorgenommene Gleichsetzung des Begriffs „Otto“ mit dem Begriff „Vollhorst“ ist nicht korrekt und bedarf dringend einer Erklärung. [mehr]

Vom Schnackseln in Afrika

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Gomera liegt bekanntlich in Afrika. Jedenfalls geographisch gesehen. Und schön warm ist es hier auch. Es sind also alle Voraussetzungen für eine gepflegte, regelmäßige Schnackselei gegeben - wenn man der Fürstin Gloria von Thurn & Taxis Glauben schenken mag, die ja öffentlich behauptet hat, dass das Aids-Problem in Afrika lediglich daher rührt, dass dort so gern geschnackselt wird. Nun wird ja bekanntlich auf der ganzen Welt gern geschnackselt, aber die Gloria glaubt herausgefunden zu haben, dass überall dort, wo es warm ist, ganz besonders gern und viel geschnackselt wird. Also auch auf Gomera. Wir sind dieser These mal nachgegangen. [mehr]


Harry Herold rettet die Welt
Wirtschaftskrise beendet
Jeder 5. Deutsche lebt vom Auto. Das hat unsere wackere Regierung richtig erkannt. Und sie hat auch die absolut richtige Maßnahme zur Bewältigung der allgemeinen Finanz- und Weltwirtschaftskrise getroffen: Die Abwrackprämie. Dahinter steckt die geniale Idee, dass jeder, der sein altes Auto auf den Müll schmeißt, ja anschließend spornstreichs ein neues braucht, weil kein zivilisiertes Leben ohne Automobil möglich ist. Für niemanden. Die alte Schüssel wird eingestampft, die neue steht schon beim Händler rum. [mehr]

Erwin Kaczmarek blickt durch
Mameluckenknatter
Hömma, du angelernten Blödmannsgehilfen, wat bisse mich da eigentlich dauernd dat Ohr am Abkauen mittie dustere Zukunft inne Zeiten vonne internationale Finanzkrise und dat da jetz son komischen Dachs voll am Abkacken is und so? Du hasse doch nich alle. Mich geht dieser Dachs echt voll am Dingens vorbei. Ich bin nämlich keiner von diese ahme Miljardäre, wo se da ihre ganze Spekulationen und Derivate und Opzionen und wat weiß ich sons noch, also wo se da im Sand setzen tun. Meine Kohle is sicher. Die hapich hier, auf Gomera, inne Arschtasche. Dat is voll Trippel A! Sind die Euroletten immer schön gebügelt und da packt mich auch keiner von diese Bankenschwengels dran, weil dat sonss ein Satz ganz schön heiße Ohren gipt. [mehr]

Große Wohltätigkeitsaktion:
Ein Herz für Hippies

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Wir müssen unbedingt mal was für unsere letzten Hippies tun, die soeben dabei sind, die verlassene Schweinebucht wieder mit etwas alternativem Leben anzureichern. Die sind echt süß, anhänglich, genügsam, voll abwaschbar, total stubenrein und ähnlich vom Aussterben bedroht wie Eisbär und Flachlandgorilla. Als gestopfte Geheimratswitwe könnten Sie sich doch statt eines fetten Mopses auch einen liebebedürftigen, zutraulichen Späthippie aufs Sofakissen setzen, oder? Der wäre auch bestimmt gern bereit, zum Kiffen immer auf den Balkon zu gehen, damit die Gardinen nicht gelb werden. An der Leine würde er zwar wahrscheinlich nicht gehen, der Hippie, und auch mit einer artgerechten Käfighaltung hätte der Probleme. Andererseits aber könnte man ihn ganz leicht dazu dressieren, sich seine Mahlzeiten selbst zuzubereiten und sich das Bier auch selbst aus dem Kühlschrank zu holen. In dieser Beziehung wäre er sehr viel leichter zu halten als ein Mops (der ja allein nicht mal die Kühlschranktür aufkriegt). [mehr]


Gomera wird immer attraktiver
Insel der Burgen und Schlösser
Wenn sich der bessere Deutschgomero auf der Insel der Glückseligen erst einmal sein feudales Einfamilienhaus mit Garten, Terrasse und Pool in Gottes freie Natur gezimmert hat, dann beginnt er sich zu langweilen. Dann plant er Höheres, Größeres, Schöneres. Schließlich ist so eine Villa mit Park und angrenzenden Latifundien ja keinesfalls das, was er sich als Lebensziel gesteckt hat. Er ist noch viel zu jung, um die Hände in den Schoß zu legen. Und rüstig ist er auch noch. Funktioniert erst einmal die automatische Berieselungsanlage für all das tropische und subtropische Grün ringsum, sind alle Dächer und Fenster dicht, läuft die Wasserspülung im Klo und im Bidet wie sie soll, dann ... ja, dann wird das preiswert erstandene und höchst komfortabel ausgebaute Gemäuer zu etwas Besserem. Es wird zum Schloss. Oder zur Burg. Zur internationalen Sehenswürdigkeit mit und ohne zeitgenössische Kunst im Vorgarten. Es wird ein Beitrag zur Förderung unserer Insel vom bedeutungslosen Bananeneiland zum boomenden Tourismuszentrum. [mehr]

Rauchverbot in allen Räumen
Bald haben wir es ja geschafft, Leute. Bald haben wir uns unser Leben ganz perfekt organisiert, unseren Planeten keimfrei gemacht, die Hundekacke endgültig von allen Gehwegen entfernt und alle Bettler, Penner und sonstigen Kapaiken irgendwo in hübschen Asylantenheimen komfortabel untergebracht. Was machen wir eigentlich noch hier, auf dieser verrückten, total rückständigen Bananeninsel? [mehr]

Wichtig zu wissen:
Kein Kuno auf Gomera
Jedenfalls kennen wir hier weit und breit keinen Kuno. Und sollte es wider Erwarten doch irgendwo einen geben, dann ist DER niemals gemeint. Ehrenwort. Auf Gomera gibt es auch keinen Ort namens „El Burro“. Dass es ähnlich klingende Orte gibt, mag ja sein. Aber auch die sind dann niemals gemeint. Und da es also weder einen Kuno, noch einen Ort namens „El Burro“ gibt, wird uns künftig wohl hoffentlich auch kein erboster Deutschgomerianer mehr mit Schaum vor dem Mund in der Redaktion heimsuchen, weil wir irgendeine wahre Geschichte über ihn abgedruckt haben, die „in Wirklichkeit ja ganz, ganz anders“ war. [mehr]

Auferstanden aus Ruinas
Gomera wird jetzt jeden Tag ein ganz klein wenig schöner

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Unübersehbar mauert, malt und marmort sich unsere Insel aus dem Elend eines total rückständigen Natur-Paradieses in die Neuzeit des Neokapitalismus. Es wird gefliest und begradigt, gerodet und wieder angepflanzt. Die letzten Schotterpisten werden asphaltiert und mit weißen Linien bemalt. Die letzte finstere Ecke bekommt jetzt endlich auch ihre Bogenlampe. Der Ziegenstall von dunnemals mausert sich auf geheimnisvolle Weise zum schicken Eigenheim mit Whirlpool .Längst sind aus den Ruinen Hotels und aus den “Ruinas” unermüdliche Handwerker geworden. Nix mehr “Lilien auf dem Felde”. Ran muss geklotzt werden. “Rinjehaun”. Immerhin ist Gomera die teuerste aller Kanarischen Inseln. Und Anschreiben im Supermarkt ist auch nicht mehr. Sie müssen sich also schon drehen, die aus der Schweinebucht “auferstandenen” Hippies von damals, wenn sie die Raten für ihren Flachbildschirm pünktlich bei Pin und Pümpelchen abliefern wollen. Die Telefonica kneift gnadenlos die ADSL-Leitung ab, wenn das Konto leer ist, und der UNELCO ist es auch dingensegal, ob man Im Dunkeln sitzt. [mehr]


Endlich unterwegs:
Gomera voll Banane

Der Valle Bote
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Das ist der Titel unserer neuesten, der 58.Ausgabe des Valle-Boten.“. Weil ab 1.1. neue Tarife gelten, und weil bis gestern noch keiner wusste, wie teuer der Valle-Bote-Versand wurde, darum konnte die Post, die spanische, den Valle-Boten bisher auch noch nicht befördern. Und weil keiner postalisch hier durchblickte, darum mussten wir – bzw Sie – leider bis heute auf die neue Ausgabe warten. Wie gesagt: Voll Banane. [mehr]


Falls Sie Gomera noch nicht so gut kennen:
Erwin Kaczmarek erklärt Sie mal wieder die Insel
„Hömma, Erwin”, sacht da doch neulich son richtigen Flachwagenpenner ausse schwatte Heimat für mich, “hömma, dat is doch allet eine einzige Kacke auf euer beknacktet Bananeiland. Den ganzen Tag tut dich dieser linke Planet auffe Denkwarze plästern, kannsse gahnich so viel trinken wie dat da am verdunsten is. Und dat Meer is genau so salzig wie die Frikadellen beim Kahl sein Imbiss. Krisse noch mehr Durst von. Und wennsse dann mit deine geschwollene Zunge wo dich an Gaumen festkleben tut, also wennsse mit die dann inne Kneipe gehss, dann hockt da der Wirt mit sein dicken Dingens an sein Komputer und meint, ich soll den mit meine Hektik nich auffen Sack gehen, weil wir ja auf Gomera sind, wo man locker entspannen soll und dat dat mit dat Verdursten und so doch wohl nich so furchtbar eilig is. Der Sack. [mehr]

Musste erzählt werden:
Die erschreckende Geschichte vom gomerianischen Seeungeheuer

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Drumnadrochit kennt keine Sau, obwohl das 813-Seelen-Dörfchen in den schottischen Highlands inzwischen nicht nur als weltweites Mekka der Kryptozoologie, sondern auch als touristisches Hauptziel des gesamten schottischen Fremdenverkehrs gilt. All das dank „Nessie“, dem Ungeheuer von Loch Ness. Wissenschaftler und sonstige Experten finden die Beweise für Nessies Existenz zwar nach wie vor unglaubwürdig und erklären sich solche Berichte als Falschmeldungen oder Fehlbestimmungen von gewöhnlichen Tieren, aber dennoch ist das Ungeheuer zu einer enormen Einnahmequelle geworden. Was liegt da eigentlich näher, als die Idee, auch auf Gomera könne ein solches Meeresungeheuer dem Tourismus ungeheuer auf die Beine und dem Einkommen ungeheuer auf die Sprünge helfen? Und weil so ein Ungeheuer in der Saure-Gurken-Zeit der Weltpresse auch regelmäßig als Lieferant knackiger Schlagzeilen dient, wäre natürlich auch und gerade unsere abgedrehte Inselzeitung, als so eine Art kryptozoologisches Fachorgan, ungemein an einem derartigen geheimnisvollen Gomera-Ungeheuer interessiert. Und schon wurde an Gomeras Küsten auch eines entdeckt: „Codi“. Der Begriff kommt aus dem Spanischen und ist der Kosename von “Codicia”. (Wer will, der kann es ja mal im Wörterbuch nachschlagen). [mehr]


Immer noch aktuell:
Kanonenfutter

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Es ist an der Zeit, all jenen einmal von Herzen zu danken, die durch ihr lustiges Leben auf einer der schönsten Inseln der Welt, diese abgedrehte Strandpostille überhaupt erst möglich machen. Von Ausgabe zu Ausgabe dürfen wir (und damit auch Sie) teilhaben an all den wunderbaren Geschichten und kühnen Gedanken, den tollen Plänen und Wahnsinns-Projekten all jener Querdenker, die unsere Insel und den kümmerlichen Rest der Welt immer wieder mit Neuem überraschen. Und was schließlich wäre der Valle-Bote, würde er nicht Ausgabe für Ausgabe über die heiteren und oft schier unglaublichen Irrungen und Wirrungen all jener berichten können, die sich vor dem Elend der Welt dermaleinst hierher geflüchtet haben? Ohne sie wäre das verträumte Gomera doch nie im Leben eine „Insel der Beknackten“ geworden. Oder doch? [mehr]


Altenproblem gelöst:
Gomera wird Schnabeltässlerparadies

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Wohin bloß mit dem Tattergreis? Diese Frage stellen sich heute viele, denen ihr alter Sack tierisch auf denselben geht. Ins Altersheim will er nicht. Freiwillig den Löffel weglegen, tut er nicht. Einfach rausschmeißen kann man ihn auch nicht, weil man dann ja spornstreichs aus dem Testament gestrichen würde. Also was? Beste Lösung: Ab nach Gomera! Ins neue Schnabeltässlerparadies. Da wird er sich wohlfühlen, der Alte. Da wird er wieder putzmunter. [mehr]


Erwin Kaczmarek erklärt Sie die Insel
Hau mich ab mit Afrika
Hömma, Erwin, sacht da neulich ein von diese Flachgebirgskollegen mit die dicke Waden für mich. Hömma, dat is doch allet kalten Kaffee mit die Wanderungen inne gomerianische Berge. Tun se dich wat erzählen von den Regenwald und so, aber dann regnet dat da überhaupt gahnich richtig. Iset da ausse Wolken bissken am pieseln und vonne Palmen bissken am tröpfeln und schon is dat ein Regenwald. [mehr]

Die großen Irrtümer der Menschheit
Die Liebe
In Gomeras Bergen lebt seit vielen Jahren schon Professor Herbert Scheuermann und macht sich pausenlos Gedanken über den Hirnriss der Welt und dessen Ursprung - die vielen Irrtümer der Menschheitsgeschichte. Heute referiert er über die Liebe, einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des homo sapiens vom friedlichen Bewohner dieses Planeten zum völlig beknackten Zerstörer der Welt [mehr]

Auch schon probiert?
Frösche küssen auf Gomera

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Der Traum vom Prinzen, der das arme Aschenputtel eines Tages in der goldenen Kutsche zum Traualtar fährt, ist seit den Gebrüdern Grimm allen kleinen Mädchen zwischen Winsen an der Luhe und Neustadt am Rübenberge unauslöschlich auf die Festplatte gebrannt. Eines Tages wird er ganz sicher kommen, der Foffi von Hohenzollern, der Bill von Tokio Hotel oder der Ackermann von der Deutschen Bank. Man muss nur Geduld haben. Und ein wenig Glück. [mehr]


Vom Aussterben bedroht:
Schräge Vögel auf Gomera

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Auf der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN stehen heute bereits über 16.000 vom Aussterben bedrohte Spezies. Auf Gomera, so fürchtet man, kommt nun eine weitere Art hinzu: Der “schräge Vogel” volucris nonrectus gomeriensis. Dieser Vogel, ursprünglich in der Norddeutschen Tiefebene beheimatet, suchte einst klimatisches Asyl auf unserer Insel und galt bis vor wenigen Jahren noch als so eine Art buntgefiedertes Wappentier aller Alternativen und sonstigen Schabernaken. [mehr]


Frohe Botschaft für 2007
Halleluja - Welt gerettet

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Zum Schutz der Wale und Delfine vor unserer Küste hat die Europäische Gemeinschaft im Rahmen ihres LIFE Programms ein Schutzgebiet ausgewiesen. Die Franja Marina. Und unsere rasenden Schnellfähren unterstützen nun das Projekt, indem sie aufpassen, dass auf der Autopista del Mar, der Meeresautobahn, nicht allzu viele Meeressäuger “unter die Räder” kommen. Ist doch prima. Genauso prima ist, dass Walschützer jetzt im “wissenschaftlichen Beirat” des Loro-Parque sitzen, wo die Orcas durch den Ring springen. [mehr]


Aus Sorge um das Vaterland
Exilregierung der Bundesrepublik Deutschland auf La Gomera geplant
Deutschen Residenten auf La Gomera geht ja für gewöhnlich das Thema Politik voll am Dingens vorbei. Sie sind in aller Regel ausgesprochen froh darüber, dass sie sich das Berliner Pappnasentheater allenfalls als total Unbeteiligte im Fernsehen anschauen können. Sie geht das ja alles nix mehr an. Gott sei Dank. Andererseits dauert sie das Schicksal all jener Daheimgebliebenen, die sich nun - glaubt man den Presseberichten aus der Kalten Heimat - mehr und mehr im Prekariat einrichten müssen. Und so mehrt sich die Zahl jener, die sich aus Sorge um die Zukunft des Vaterlandes mit der Idee zur Bildung einer deutschen Exilregierung auf La Gomera beschäftigen. [mehr]

Gott sei dank
Madrid verbietet dürre Frauen
Auf den spanischen Modeschauen in Madrid müssen die Models jetzt ein Mindestgewicht auf die Waage bringen. Sonst werden sie disqualifiziert. Damit Ihnen das nicht passiert, hat der Valle-Bote soeben sein neues Diät-Programm veröffentlicht: „Schön dick und rund in 14 Tagen“. [mehr]

Ausgabe 52 jetzt am Kiosk
Meeret euch

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Bis zum Ende dieses Jahrzehnts wollen Meeresforscher sämtliches Leben in den Ozeanen erfassen. „Seit kurzem beflügelt ein neuer Entdeckergeist die Meeresforscher“, schreibt der SPIEGEL. „Mit Enthusiasmus machen sie sich auf, die Geheimnisse der Ozeane zu entschlüsseln. „Census of Marine Life“ heißt ein multinationales Megaprojekt mit historischer Dimension, an dem rund 1700 Wissenschaftler beteiligt sind. Es geht um die Bestandsaufnahme allen Lebens in den Weltmeeren. Bis 2010 wollen Forscher aus 73 Nationen alles Wissen über die Meeresbewohner zusammentragen. [mehr]


Mitmachen! Den Planeten retten!
Kiffen statt Champagner saufen
Nach der Ego-Gesellschaft ein neues Wir-Gefühl: Wenn alle mitmachen, kann die Wirkung enorm sein. Der neuen Bewegung geht es um die nüchterne Einschätzung unseres täglichen Tuns” schreibt der “STERN”. Schluss mit dem Gefühl der Machtlosigkeit! Jeder Einzelne kann mit Kleinigkeiten Großes bewirken und so unseren Planeten lebenswerter gestalten. In England machen das schon Hundert-tausende - jetzt sind wir dran”. Und da machen wir natürlich alle begeistert mit, denn wenn es um die Ökologie geht, dann simmer dabei! [mehr]

Swami Ramaduri
Der letzte Guru von Gomera

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Sein und Nichtsein fließen im ewigen Strom der Zeiten. Nur wer die eigene Unvollkommenheit im Hier und Jetzt erkennt, kann den Sinn des Nichtseins in der Ewigkeit erahnen. Wie die Kraft des Windes aus dem Blau eines fortwährenden Füllens und Leerens erwächst, so füllt und leert sich auch das Leben im immerwährenden Wandel von spiritueller Sehnsucht und irdischer Unvollkommenheit. [mehr]


Donnerwetter:
Problembären auf Gomera
Wenn auf Gomera von Bären gesprochen wird, dann normalerweise ja von jenen freundlichen Gesellen, die an der Playa Ingles in der Sonne rumliegen und wohlig vor sich hin brummen. Sind das jetzt auf einmal alles Stoibersche Problembären? Und - falls ja - hat das dann etwa was mit dem Aussterben der deutschen Nation zu tun, von dem wir allenthalben hören müssen? Akademische Problembären oder so? Wäre doch möglich, oder? [mehr]

Das musste ja so kommen:
Paparazzo von Paparazzo erwischt

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Die Schonzeit für Gomeras Hochadel ist vorüber. Geschichte nur die Zeiten, in denen sich unsere Prominenten einfach so unerkannt in die Büsche, die gomerianischen, schlagen konnten. Ab sofort macht nämlich auch der Valle-Bote Jagd auf die VIPs. News aus den Adelshäusern, Prinzenhochzeiten, nackte Fürstinnen mit spitzen Leibwächtern am Pool - das sind die Geschichten, mit denen heutzutage Auflage gemacht wird. Und Auflage wollen wir schließlich auch machen. Ab sofort lauern daher auch unsere Paparazzi überall im gomerianischen Unterholz, hinter jeder Palme, in jedem Bananenbaum. [mehr]


In seiner 51. Ausgabe berichtet der Valle-Bote
Vom Dingens der Welt
Da glauben die Leute doch allen Ernstes, unsere kleine Bananeninsel läge noch Meilen weit hinter dem Mond. Irgendwo in den Weiten des Atlantiks, wo sich Dorsch und Kabeljau Gute Nacht sagen. Die Deutsch-Gomerianer hier würden nach wie vor nur Papas Arugadas und Dinkel aus eigenem Anbau essen, faul unter der Palme rumliegen, dicke Tüten rauchen und den Lieben Gott für einen guten Mann halten. Denkste! [mehr]

Schade, schade:
Wieder keine Kinderseite

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Im Valle-Boten mögen wir keine pädagogisch wertvollen Hirnverkleber. Sollen wir etwa noch dazu beitragen, dass unsere Kinder eines Tages genau solche angepassten Pfeifen werden wie ihre Eltern? Harry Herold als Kinder-Redakteur wäre andererseits natürlich ganz genauso daneben. Der würde doch schon den Säuglingen erklären, wie man mit einem einzigen Glas Alete die frische Pampers zum Explodieren bringt, oder wie man der liebevollen Mutti den gesunden Spinat so zielsicher ins Auge spuckt, dass die hinterher zum Arzt muss. [mehr]


Harry Herold entdeckte
Gold auf Gomera
Gestern musste ich meine heimische Palme mal wieder verlassen und in die Inselhauptstadt reisen. Nicht zum Vergnügen. Bei Gott nicht. Aber hunderttausende von spanischen Beamten müssen ja offensichtlich inzwischen um ihre Jobs genau so verbissen kämpfen, wie ihre Kollegen in Berlin. Und selbst im allerhintersten Winkel unserer schönen Insel spüren sie dich auf und drohen dir die empfindlichsten Strafen (bis hin zur Zwangsabschiebung in die Kalte Heimat) an, wenn du ihre beknackten Formulare, Stempel und Anträge nicht ernst nimmst. Tust du also besser. [mehr]

Waahnsinn:
Todes-Hurrikan zerschmettert Hippie-Höhle
Der tropische Wirbelsturm „Delta“ (BILD: „Todeshurrikan“) riss eine Boje aus ihrer Verankerung vor dem neuen Hafen von Valle Gran Rey und ließ sie genau in Angelos Höhle in der Schweinebucht krachen. [mehr]

Grausiges Ereignis in Valle Gran Rey:
Blutrache auf La Gomera
Nachdem (O-Ton ARD-Brennpunkt) „das Schnee-Chaos in Nordrhein-Westfalen tobt“ und „der tropische Wirbelsturm „Delta“ die Kanarischen Inseln verwüstet“, machen wir uns ernsthaft Gedanken darüber, ob wir dummen Bananenfresser am Ende der besiedelten Welt vielleicht voll den Anschluss an die Techniken des modernen Journalismus verpennt haben. Beeilen wir uns nachzuholen und berichten exklusiv über Blutrache auf La Gomera: [mehr]

Darauf einen Jägermeister!

Der Valle Bote
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Liebe Kollegen von Europas größter Tageszeitung, bewundernd lesen wir selbst hier, am Dingens der zivilisierten Welt, fast täglich euer tolles Blatt. Voller Hochachtung vor eurem journalistischen Sachverstand und eurer Kreativität. Wie gerne würden auch wir so sensationell schreiben können – aber leider klappt das hier bei uns nicht so richtig. Muss wohl am Klima liegen. Wenn ihr uns vielleicht mal den Franz-Josef Wagner ausleihen könntet… Bereits während des Wahlkampfs haben wir ja schon darauf hingewiesen, dass man sich diese Frau Merkel ja durchaus schönsaufen könnte. Aber, liebe Kollegen, soooo schön? Dass die von euch jetzt schon zur Miss Germany gewählt wird? Mein lieber Herr Gesangsverein. Sagt mal, was fegt ihr euch da eigentlich rein? [mehr]


Wieder einer weniger
Tschüssikowski

Der Valle Bote
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Haut mir doch bloß ab mit euerem ach so schönen, freien, alternativen Leben im kreativ umgebauten Ziegenstall auf Gomera. Haut mir ab mit euerer Höhle in der Schweinebucht, wo man sich bei jeder Flut einen nassen Dingens holt und wo einem die besten Freunde auch noch den letzten Krümel Dope aus dem Beutel klauen. Das war ja früher, als wir sechzehn waren, vielleicht mal ganz lustig. Aber heute? Heute verwöhne ich meine Bandscheibe doch lieber mit einer dicken Schlaraffia-Matratze in einem richtigen Haus mit einem großen Garten und einer Terrakotta-Terrasse zum Meer. Mit einer gepflegten Hollywoodschaukel und einem heizbaren Swimmingpool. Und einem Klo, das funktioniert; das nicht jede Woche von Karsten oder Chinesenwilli “repariert” werden muss. Kann ja sein, dass ihr das spießig findet, aber ich sage euch, so macht das Leben auf Gomera Spaß. So und nicht anders. [mehr]


Erwin Kaczmarek erzählt Sie wat
Vonne gomerianische Gorillas
Lasst Euch nich verarschen, Leute, inne gomerianische Berge giptat gar keine Gorillas. Vielleicht ma früher, bei die Gwanschen. Aber auch dat is eher unwahrscheinlich. Wenn der Vatter auf Teneriffa seine Blagen inne Fähre packt und denen sacht: “Getz fahren wir nach Gomera, Gorillas kucken”, dann is dat genau so ein Kwatsch, wie wenn er denen erzählen tut, dat der Storch die Mama im Bein gebissen hat, und dat da jetz son klein Brüderchen inne Mama am wachsen is. [mehr]

Die großen Irrtümer der Menschheit II:
Das Rad
Tief versteckt im Barranco macht sich Professor Scheuermann immer noch pausenlos Gedanken über den Hirnriss der Welt und dessen Ursprung. Er berichtete bereits über das Feuer, den ersten großen Irrtum der Menschheitsgeschichte. Heute nun referiert er über das Rad, einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des homo sapiens vom friedlich-fröhlichen Bewohner dieses Planeten zum völlig beknackten Zerstörer der Welt. [mehr]

Unser Beitrag zur Wahl:
Wir saufen uns die Merkel schön
Von Politik haben wir keine Ahnung. Wir verspüren auch keine Neigung, uns mit diesem bescheuerten Thema die sonnigen Tage auf unserer idyllischen Bananeninsel zu versauen. Aber das politische Elend in unserer Kalten Heimat jammert inzwischen ja selbst uns hart gesottene Aussteiger am Rande der zivilisierten Welt. Schließlich müssen ja auch wir täglich live miterleben, was diese Berliner Polit-Blinsen vor den Fernsehkameras so alles von sich geben. Kein Wunder, dass sich inzwischen jeder voll verdingenselt fühlt, der den Kopf zu etwas anderem benutzt, als sich die modische Vokuhila schneiden zu lassen. Und es scheint inzwischen ja auch ganz egal zu sein, welcher “Volksvertreter” was sagt, wen anmistet, mit wem koaliert und kunkelt oder gar eine Regierung bildet - das akustische Erlebnis ist in jedem Falle das Gleiche. Nämlich Dingens. [mehr]

Professor Herbert Scheuermann:
Die großen Irrtümer der Menschheit
Zwischen all den Hujus und Kapaiken, die seit Jahren schon auf Gomera klimatisches Asyl suchen, finden sich auch immer wieder große Denker. Tief versteckt in den Barrancos der Insel haben sie sich von der “normalen” Welt verabschiedet, um still vor sich hin darüber nachzudenken, wie sich denn die Menschheit zu dem entwickeln konnte, was sie heute ist. [mehr]

Ausgabe Nr. 47
Den Schuss nicht gehört

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“Es handelt sich um Überbleibsel einer untergegangenen Welt. Irgendwie rührend. Wie jene japanischen Soldaten, die noch ewig auf Südseeinseln hocken blieben, nicht ahnend, dass der Krieg längst vorbei war“. [mehr]


Grüße vom Sensenmann
Deutsch-Gomerianer sind kerngesunde Burschen. Das kommt vom gottesfürchtigen Leben in freier Natur. Das kommt von der würzigen Luft, die hier noch von keinerlei Industrieabgasen versaut, kaum von allzu vielen Autoabgasen verpestet wird. Und das kommt von den vielen Vitaminen in unseren biologisch selbst angebauten Früchten und Gemüsen. [mehr]

Auch das noch:
Langusten satt

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Als wir hörten, dass eine Langusten-Invasion über unsere östlichen Inseln hereinbrach, da lief uns doch glatt das Wasser im Munde zusammen. Fünf Millionen dieser leckeren Schalentiere, die von verfressenen Gourmets auf den Kanaren ja schon so gut wie ausgerottet wurden und darum inzwischen unter Naturschutz stehen, sollten auf Lanzarote und Fuerteventura bereits eingefallen sein. Von einer “Plage” war die Rede. Und wieder konnten wir das gar nicht glauben. Eine “Langusten-Plage”? Seit wann können denn Langusten zur Plage werden? Kann man sich daran überfressen? Oder einen Eiweißschock davon kriegen? [mehr]


Nie wieder Langeweile im Urlaub:
Wir basteln uns einen astreinen Ätzzwerg

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Die nimmermüden Problemlöser einer globalen “industry of human happiness” haben das “Rebornen” erfunden, eine Technik, mit der sich endlich auch jede junge Frau einen Ätzzwerg selbst klonen kann. Männer werden dafür nicht mehr gebraucht. Auch kein widerwärtiger Austausch von Körperflüssigkeiten. [mehr]


Inzwischen auch auf Gomera
Arm sein ist Kacke
Armut ist eine Krankheit. Wie Cholera oder Alkoholismus, wie Fußpilz, Mumps oder Syphilis. Sie bringt nicht um, aber sie nervt ohne Ende. Armut ist zwar in aller Regel nicht ansteckend, aber man geht dem von ihr Befallenen trotzdem meist großräumig aus dem Wege. Mehr noch: Wie bei den Leprakranken in vergangenen Jahrhunderten werden chronisch Arme aus der Welt der “Gesunden” verbannt. Sie leben in speziellen Ghettos, meist außerhalb der Städte, in so genannten “Wohnheimen”, oder sie bevölkern ganze Stadtviertel, die dann verharmlosend gern “Problemzonen” genannt werden. [mehr]

Europawahl 2004
Von Kiffern und bibelfesten Christen

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Christliche Politiker in unserer Kalten Heimat sorgten sich um den Untergang des Abendlandes. Sie wollten keine Moscheen mit plärrenden Muezzins genehmigen, sondern den Leuten morgens auch weiterhin allein mit gottesfürchtigem Glockengeläute auf die Eier gehen. Bei der Europawahl 2004 machten sie dafür mobil. Die Muselmanen sollten gefälligst bleiben wo der Pfeffer wächst. Und dass die Türken etwa eines Tages auch in die EU kämen, davor waren Gott und Stoiber und alle bibelfesten Christen zwischen Oberammergau und Kröstitz an der Knatter. [mehr]


Große Umweltaktion:
Rettet die Japaner
Mag ja sein, dass ein frischer Japaner, in dünne Scheiben geschnitten und nur mit Zitronensaft und Soja mariniert, dem Feinschmecker das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Wir können das nicht beurteilen, weil: Wir essen keine Japaner. Wir wollen nicht Schuld sein am Aussterben dieser fröhlichen Spezies, und wir sind auch dagegen, dass Japaner “zu wissenschaftlichen Zwecken” in Mengen abgeschossen werden. [mehr]

aktuell
Auf Gomera werden Parkplätze knapp

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Auf Gomera werden Parkplätze knapp [mehr]


Eurolettenvergeiger
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Ausgabe Nr. 43
Piraten auf Gomera
Wenn jemand glaubt, Piraten könne man doch sehr einfach an ihrem Holzbein, dem eisernen Haken als Hand oder ihrer Augenklappe erkennen, dann irrt sich der. Im 16. Jahrhundert, da mag das so gewesen sein. Damals, im Jahre 1553 - so lehrt uns jedenfalls die Geschichte - wurde der berüchtigte französische Pirat Francois Leclerc, auch “das Holzbein” genannt, von der gomerianischen Artillerie aus San Sebastian vertrie-ben. Daraufhin drehte der ab und machte La Palma platt. Sechs Jahre später kam der Engländer John Hawkins. Mit dem soll der damalige Graf heftigst gesoffen haben, woraufhin Gomera abermals verschont blieb. Aber 1571 brannten die Piraten des Hugenotten Jean Capdeville dann doch San Sebastian bis auf die Grundmauern nieder. Sir Francis Drake, der wohl bekannteste Freibeuter, war 1585 und dann noch einmal 1595 auf Gomera. 1599 legte der holländische Pirat Van der Does Gomera in Schutt und Asche. 1618 kamen algerische Freibeuter und 1743 wurde Charles Windham mit den Kanonen des Torre del Conde abermals erfolgreich vertrieben. Gomera hat also Erfahrung mit blutrünstigen Gesellen, die sich vor seinen idyllischen Küsten herumtreiben. [mehr]

 



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