Auf jeden Fall sind bis dahin alle Vorstände und Aufsichtsräte längst gestorben. Die kratzt das dann alles nicht mehr. Heute wollen die ihren Strom verkaufen. Und morgen. Und möglichst auch noch in zwanzig Jahren. Und wenn so ein Brennstab nicht mehr rentabel arbeitet, dann wird er outgesourct. Genau wie die Arbeiter, die zu viel verdienen wollen. Weg damit. Wohin ist egal. Soll sich doch der Steuerzahler darum kümmern.
Dabei wäre die Entwicklung solch kleiner, von Atomschrott getriebener Heimkraftwerke doch echt eine Chance. Man könnte sie schön bunt lackieren und mit einem staatlichen Unbedenklichkeitssiegel und dem Aufdruck “Eine Million Jahre Garantie auf alle beweglichen Teile” versehen. Ein bisschen Reklame auf “Pro7”, und schon gehen die Dinger weg wie warme Semmeln. Wetten?
Braucht man doch keine Milliarden für die ergebnisoffene Erkundung von Gorleben. Und die 50 Millionen für den Polizeieinsatz bei jedem Castor-Transport, die könnte man auch locker sparen.
Und wenn eines Tages wirklich mal so ein Eigenheim-Minikraftwerk in die Luft fliegt, dann hält sich der Schaden doch sehr in Grenzen. Muss man vielleicht hinterher umziehen - aber sonst?
Eine Massenkarambolage auf der A4 - wie gerade letztes Wochenende - ist da viel schlimmer.
Also: Wenn Sie mich fragen, sind Endlager voll Banane. Aber mich fragt ja keiner.