“Die allermeisten Tierschutzorganisationen schützen doch in Wahrheit gar nicht die Tiere vor den Menschen, sondern die Menschen vor den Tieren”, sagte Haberstein in einem Interview. “Da werden die kleinen Katerchen eingefangen und kastriert, die Katzen werden einfach zwangssterilisiert - angeblich, weil sie sich sonst unkontrolliert vermehren und zur Plage (für wen eigentlich?) werden.
Frei lebende Hunde werden eingefangen und an Postbeamtenwitwen in Oberursel als Kuscheltiere zwangsverschickt. Was hat das mit “Tierschutz” zu tun? Hat jemals jemand gefragt, ob sich frei laufende Hunde an unseren Stränden nicht viel wohler fühlen, als bei Tante Elfriede hinterm Sofa? Die Touristen fühlen sich von den Hunden belästigt. Die Hunde nicht.
Da sterben in der Antarktis die Königspinguine aus, weil ihnen “Forscher” Markierungen an die Flügelchen getackert haben, die sie beim Tauchen und Schwimmen so sehr stören, dass sie ihren Nachwuchs nicht mehr ausreichend ernähren können. Angeblich soll diese “Forschung” den Fortbestand der Art sichern - in Wahrheit aber wollen sich die eitlen “Forscher” mit derartigen Projekten doch bloß einen Namen in der Fachwelt machen.
Wale und Delfine werden von den Japanern immer noch “zu wissenschaftlichen Zwecken” in Mengen abgeschossen. Dagegen hat ja kaum jemand etwas - auch dann nicht, wenn man genau weiß, dass die armen Tiere in Wahrheit für 500 Dollar pro Kilo in Feinkostläden verscherbelt werden. “Forschung” und “Wissenschaft” gelten weltweit als Rechtfertigung für den Mord an unschuldigen Tieren. Wo sie nicht gleich getötet werden, da werden sie eingefangen und in Zoos und Aquarien “geschützt” - in Wahrheit wird mit diesen armen Kreaturen nichts weiter als Kohle gemacht. Genau wie mit den Affen, Löwen, Giraffen oder Nashörnern, die in allen “zivilisierten” Ländern in Käfigen gehalten und öffentlich unter dem Begriff “Bildung” zur Schau gestellt werden.
Von den unsäglichen Tierversuchen zur Erfindung immer neuer Faltencremes und Schlankheitspillen wollen wir gar nicht erst reden.
Tiere sind Lebewesen wie du und ich. Die Unterschiede der Gene zwischen Mensch und Fadenwurm sind so minimal, dass mit einem Recht der “höheren Geburt” nicht ernsthaft argumentiert werden kann. Wer, zum Teufel, gibt uns Menschen eigentlich das Recht, diesen ganzen Planeten nachhaltig zu versauen und dann unschuldige Tiere dafür verantwortlich zu machen?
Schon allein die dummen Begriffe “Nutztier” und “Schädling” entlarven unsere menschliche Arroganz der göttlichen Schöpfung gegenüber. Ist es nicht geradezu eine Unverschämtheit, bestimmten Tierarten sogar ihr Recht auf Leben abzusprechen?
Nehmen wir als Beispiel die Kakerlake. Mit chemischen Keulen wird ihr weltweit nachgestellt. Der “Kammerjäger” - ein verharmlosender Begriff für einen professionellen Massenmörder - vergast diese harmlosen, stillen, keiner Menschenseele jemals ein Leid zufügenden Kreaturen zu Millionen und niemand, niemand auf der ganzen Welt regt sich darüber auf.
All die Asseln und Spinnen, die zierlichen Pharao-Ameisen oder Fruchtfliegen - nur Dank ihrer hohen Reproduktionsrate überleben sie den Genozid, der tagtäglich von Menschen auf der ganzen Welt an ihnen verübt wird. Hat man je von einer Tierschutzorganisation gehört, die sich gegen dieses alltägliche Morden an unschuldigen Kreaturen gerührt hat?
Und genau hier beginnt “Animundo Gomera” nun mit einem weltweiten Einsatz gegen die Ignoranz und das öffentliche Verschweigen von menschlichen Gräueltaten an hilflosen Tieren. Wir wollen uns auch der Randgruppen im Tierreich annehmen. Uns liegt das Wohlergehen aller Tiere am Herzen, nicht nur das der niedlichen Robben-Babys in Neufundland oder der putzigen Koalabären im australischen Outback. Für uns ist das erfüllte Liebesleben eines gomerianischen Katerchens ebenso Anliegen, wie die Sorge der Feldmaus um ihren Nachwuchs.”
So weit Detlef Haberstein, der übrigens als erste Aktion der neuen “anderen” Tierschutzorganisation eine Kampagne gegen das unselige Leid plant, das täglich weltweit den so genannten “Legehennen” allein dadurch angetan wird, dass man ihnen ihre Kinder bereits unmittelbar nach der Geburt wegnimmt, sie in siedendes Wasser wirft und ihnen dann so lange mit dem Löffel auf den Kopf haut, bis er platzt. (Der Valle-Bote berichtete bereits in der Ausgabe Nr. 46 ausführlich darüber).
Die menschliche Arroganz zu glauben, man wisse nun mal kraft menschlicher Intelligenz weit besser, was für Tiere gut ist, sollte mal generell überdacht werden. Wer bringt denn diesen Planeten langsam aber sicher aus seinem natürlichen Gleichgewicht? Wer verursacht die Klimakatastrophe? Wer verschmutzt die Meere? Wer rottet immer mehr Tier- und Pflanzenarten aus?
Tier- und Naturschutz, Fortschritt und Wissenschaft - sie sind doch letztendlich nichts weiter als Feigenblätter für menschliche Raffgier.
Denkt mal drüber nach, Leute!