1. Eine Bananenpflanze braucht vier Jahre, bevor sie den ersten Euro ein-bringt. Ein Tourist bringt vom ersten Tag an Rendite - auch wenn er noch ganz klein ist.
2. Bananen vermehren sich im Gegensatz zu Touristen nicht durch Sa-men, sondern nur durch Wurzelausleger. Darum gibt es inzwischen auf Gomera auch viel mehr Touristen als Bananen.
3. Bananen muss man ständig mit teurem Dünger füttern. Touristen füttern sich selbst und zahlen dafür sogar auch noch extra.
4. Bananen muss man regelmäßig pflegen und - meist nachts um vier Uhr - wässern gehen. Touristen pflegen und wässern sich selbst.
5. Wenn Bananen von Parasiten befallen werden, muss man mit der schweren Giftspritze tagelang durch die Felder talpen und sie mühsam mit teuren Chemikalien besprühen. Touristen schickt man einfach in die Apotheke.
6. Um mit Bananen Geld verdienen zu können, muss man sie pflücken, waschen, in Kartons verpacken und ins Ausland verschiffen. Touristen waschen sich selbst, verpacken sich selbst und hau-en eines Tages - auf eigene Kosten - auch von ganz allein auch wieder ab.
7. Eine Bananenpflanze trägt nur ein einziges Mal Früchte. Touristen-Appartements hingegen tragen jeden Tag und immer wieder.
8. Wenn sie einmal Früchte getragen hat, also nach vier Jahren, stirbt die Bananenpflanze. Touristen-Appartements jedoch leben um einiges länger und tragen selbst dann noch Früchte, wenn man sie eigentlich schon wieder abreißen müsste.
9. Bananen kann man nur ebenerdig anpflanzen. Touristen in vielen Stockwerken übereinander. Das vervielfacht den Ertrag pro Quadratmeter Grundfläche.
10. Bei unsachgemäßer Behandlung stirbt die Banane. Der Tourist meckert zwar rum, bleibt aber am Leben und zahlt weiter.