La Gomera - Der Valle-Bote: Auf Gomera geliebt - in der Welt beachtet

La Gomera - Der Valle Bote

Titel

Redaktionell
Restaurants
Impressum
Tiere
Leserbriefe
Andere Inseln
Heimatkunde
Gomera
Editorial
Bücher
Nightlife
Kontakte
ABOS
 BUCHBESTELLUNG
 LESERBRIEFE
ANZEIGEN
 

SUCHE

Eurolettenvergeiger

Sechseinhalb Milliarden vergeigte Euroletten hat unsere Brüder und Schwestern in der kalten Heimat die versuchte Einführung einer Satelliten-gestützten vollautomatischen Vignettenaufklebungsanlage  an Lkws gekostet. Mann, haben wir gelacht.


Die Krankenkassen sind so pleite, dass die Ärzte jetzt jedem Patienten 10 Euro cash abknöpfen  müssen, damit die Beiträge nicht höher werden als die Nettoeinkommen der Versicherten. Aber ihren verschnarchten Zweigstellenleitern zahlen sie 200.000 € Gehalt. Für was eigentlich ? Und damit das alles auch möglichst so bleibt, darum haben sie sich jetzt auch noch einen ehemaligen Sparkassenschwengel als Bundespräsidenten ausgeguckt. Super. Da kann es doch mit der Bundesrepublik nur noch aufwärts gehen, oder was ?


Schließlich opfert heute jeder Bundesbürger im statistischen Durchschnitt immer noch ganze 13 % seiner Zeit für den Broterwerb. Und mit diesen 13 % Arbeit finanziert er dann nicht nur den tollen Staat mit all seinen Heerscharen tüchtiger Bediensteter von Berlin bis zum Hindukusch, sondern auch noch den Rest seiner wohlverdienten (Frei-) Zeit. Immerhin 87 % !!!


Und dass von den 55- bis 65-Jährigen heute tatsächlich immer noch ganze 29 % nicht im vorzeitigen Ruhetand sind, das macht doch wohl echt Hoffnung auf eine alsbaldige Anhebung des Bruttosozialprodukts.


Wenn Merkel und Stoiber erst mal den Kündigungsschutz und die Mindestlöhne abgeschafft haben; wenn die Sozialhilfe nur noch in Form von altbackenem Brot und Verfallsdatums-verfallener Pfanddosen mit Gen-manipulierten Süßspeisen gezahlt wird; wenn die Rentenkassen durch die Erleichterung aktiver Sterbehilfe und die Krankenkassen durch die Ausgabe von Leihprotesen und Do-it-yourself-Sets für die Heimdialyse entlastet sind, dann sind wir bald auch wieder wer in der Welt.


Ein Regierungswechsel holt die vergeigten Euroletten garantiert zurück, weil alle Christdemokraten nach der Wahl ja spornstreichs neue Autos kaufen, mit denen sie jedes Wochenende auf dem Lausitzring rumgurken. Nur in den Ferien nicht. Dann kommen sie nämlich mit dem Cargolifter zu Hunderten nach Gomera, um auch hier die insulare Wirtschaft durch den Konsum von Gofio anzukurbeln.


Ist doch klar, dass unser ganzes System nur dann funktionieren kann, wenn wir wie die Bescheuerten konsumieren, investieren, finanzieren und unsere Spargroschen raus hauen. Für was, das ist egal. Hauptsache weg damit. Nur so kann der Einzelhandel auch morgen noch Verkäuferinnen mit Minilöhnen bezahlen, die dann ihrerseits Kleinkredite aufnehmen und sich Kleinwagen kaufen, mit denen sie zu ihrer mies bezahlten  Arbeit fahren können. Leuchtet doch jedem ein, oder ?


Unsere begnadeten Politiker gehen natürlich - wie immer - mit gutem Beispiel voran. Auch die hauen zum Wohle der Allgemeinheit die Knete raus, dass er bloß so rappelt. Ist zwar nicht im-mer unbedingt ihre eigene Kohle, die sie verjubeln, aber was soll´s ? Dem Kürschner ist es wurscht, woher die Euroletten für den Chinchilla kommen, und dem Oberkellner im “Borchardt” auch. An der Rezeption des “Adlon” fragt kein Mensch danach, ob der ausländische Staatsgast, für den die Sekretärin des Herrn Staatssekretärs im Auswärtigen Amt die Suite anmietet, etwa in Wahrheit eine brasilianische Drag-Queen ist. Geld stinkt ja nicht. Ganz im Gegenteil: Es duftet geil nach Wirtschaftsaufschwung und Arbeitsplätzen.


Und wer im Endeffekt die Sylvestersause des Präsidenten der Bundeszentralbank bezahlt - egal. Der Topf, aus dem Kohle kommt, ist ja im Grunde genommen sowieso immer der gleiche: Nämlich der Steuersäckel   



Ihre Meinung dazu ?  

 



kennen Sie La Gomera ?
Ja
Nein
Bisheriges Ergebnis

<%Encuesta%>
< <  

zech
abraxas

Valle Gran Rey - Der Valle Bote